Base- und Softball

Base- und Softball ist die jüngste Sportart im Saarländischen Turnerbund.

Softball ist eine besondere Spielart des ureigensten amerikanischen Volkssportes Baseball und wurde in seinen Anfängen als eine Art Baseballhallenversion entwickelt, gewann jedoch schnell ein ganz eigenes Profil. Der große Vorteil liegt beim Softball darin, dass es bedeutend einfacher als Baseball zu erlernen ist und sich dadurch auch bei Anfängern erstaunlich schnell Erfolge einstellen. Gerade dieser Sachverhalt lässt Softball in unserer Sportlandschaft für all jene zu einer echten Alternative werden, die den traditionellen Freizeitsportarten eher gelangweilt gegenüber stehen.

Softball wird weltweit von rund 210 Millionen Sportlern betrieben. In Deutschland gehören Softball und Baseball neben Sportarten wie Volleyball und Basketball zu den Dingen, die die US-amerikanischen Streitkräfte nach dem 2. Weltkrieg mit nach Deutschland gebracht haben.

Der Spielgedanke des Softballs entspricht in groben Zügen dem des Baseballs. Es ist ein Schlag-, Wurf- und Fangspiel zwischen zwei Mannschaften mit jeweils neun Spielerinnen. Das Spielfeld ist im Vergleich zu einem Baseballfeld etwas kleiner, der Spielball ist vom Umfang her größer und stellenweise wurden im Regelwerk einige Abwandlungen vorgenommen, um das Spiel attraktiver zu gestalten. Neben dem Ball werden als Spielgeräte noch ein Schläger verwendet und ein Fanghandschuh aus Leder.

Softball ist das Duell zwischen der angreifenden Schlagfrau (Batter) und der verteidigenden Werferin (Pitcher). Der Wurf von der verteidigenden Werferin wird generell als Pitch bezeichnet. An der Art und Weise, wie dieser Pitch ausgeführt wird,lassen sich zwei Softballversionen unterscheiden. Zum einen die "Fast-Pitch-Version", die bei Wettkämpfen verwandt wird, und zum anderen die "Slow-Pitch-Version", die fast ausschließlich im Freizeitbereich zur Anwendung kommt. Der Unterschied zwischen beiden Spielarten ist die Flugbahn des Spielballs beim Pitch, welche bei der Wettkampfversion eher flach und sehr schnell ist, bei der Freizeitversion hoch und weniger schnell.

Der Pitcher versucht hierbei, es dem Batter so schwer wie möglich zu machen, den Ball zu treffen, wobei er aber gewisse Regeln einhalten muss. Der Ball muss die in den Boden eingelassene Zielplatte (Homeplate) überfliegen und darf gleichzeitig nicht über Achselhöhe oder unter Kniehöhe des Batters ansteigen bzw. absinken. Ein Wurf, der diese Regel erfüllt und vom Batter nicht geschlagen wird, bezeichnet man als "Strike".  Bei drei Strikes ist der Batter aus. Gelingt es dem Pitcher nicht, die Strikezone zu treffen, spricht man von einem „Ball“. Bei vier Balls darf der Batter ungehindert auf das erste Laufmal (First Base) vorrücken. Die Fängerin (Catcher), die hinter der Home Plate hockt, gehört zur Defensive und fängt die Würfe, die der gegnerische Batter verfehlt oder nicht schlägt. Bewegung kommt dann ins Spiel, wenn der Ball geschlagen wird. Der Batter wird dann zur Läuferin (Runner). Sie muss schnellstmöglich zum First Base laufen. Wenn der Ball entsprechend weit geschlagen wird, kann der Runner sogar noch weiter vorrücken, sie muss nur vor dem Ball an dem entsprechenden Base diesem Falle ist sie "safe", andernfalls ist sie aus. Die Schlagfrau ist auch dann aus, wenn ihr geschlagener Ball direkt aus der Luft gefangen wird. In jedem Fall tritt nun der nächste Batter an die Homeplate und das Duell Pitcher-Batter beginnt erneut. Trifft der Batter den Ball, muss sie zum First Base. Sollte dort bereits eine Spielerin stehen, ist diese gezwungen, zum zweiten Laufmal (Second Base) vorzurücken. Wird der Ball so weit oder sogar aus dem Stadion herausgeschlagen und gelingt es dem Batter somit, nach seinem eigenen Schlag alle Bases zu umlaufen, spricht man von einem Homerun.

Es gilt der Grundsatz, dass auf jedem Base nur eine Angreiferin stehen darf. Sind drei Spielerinnen der Offensive „out“, wechselt das Angriffsrecht, denn nur der Angreifer hat die Möglichkeit, Punkte (Runs) zu erzielen.
Es spielen 9 Feldspielerinnen pro Mannschaft. Die Spieldauer beträgt 7 lnnings. In jedem Inning spielt jede Mannschaft einmal im Angriff (am Schlagen) und einmal in der Verteidigung (im Feld). Bei Punktgleichheit wird das Spiel solange verlängert, bis ein Team als Sieger feststeht.

Softball wird im Saarland in erster Linie von Damenmannschaften betrieben. Im Freizeitbereich sind es gemischte Teams, die in Hobbyligen ihre Spiele bestreiten.

Info

Landesfachwart Baseball und Softball
José Rodriguez
Tel. (0681) 7017022 oder 373220
E-Mail: jose.rodriguez@saarbrueckenblues.de