Gymmotion – Turnfaszinationen 2007 begeisterte ausverkaufte Saarlandhalle

         

Bis auf den letzten Platz war die Saarlandhalle ausverkauft, als am vergangenen Donnerstag die Gymmotion – Turnfaszinationen 2007, die große Turngala des Deutschen Turner-Bundes, unter dem Motto „Magic“ in Saarbrücken gastierte. Das Publikum war begeistert und ließ sich von den einzigartigen Shownummern, einer Synthese aus Spitzensport, Show, Variete und Akrobatik.

Die Begeisterungsstürme der Zuschauer belohnten nicht nur die Leistungen der Athleten, sondern auch das Engagement des Saarländischen Turnerbundes, der die Show in diesem Jahr zum achten Mal gemeinsam mit der Sparkasse Saarbrücken als Hauptsponsor präsentierte. Für die Gymmotion begeistern konnte sich in diesem Jahr auch Schröder Fleischwaren und unterstützte als neuer Partner die Veranstaltung.

Was Harry Stephan, der Regisseur der Gymmotion in diesem Jahr wieder auf die Beine gestellt hat, war wieder einmal nicht zu überbieten. Die Show begann in Saabrücken mit den Auftritten der DJK SG St. Ingbert, die sich dem Publikum mit dem Tanz der Vampire präsentierte, sowie einem klassischen Auftritt der RSG Saar. Für die Saarländischen Gruppen bietet die Gymmotion die einmalige Gelegenheit, einmal vor einem großen Publikum aufzutreten.

Aber auch die TG Saar ließ es sich nehmen, nach dem Gewinn des Vizemeistertitels in der ersten Kunstturn-Bundesliga, in der Saarlandhalle einzulaufen und sich so bei den saarländischen Fans für die tolle Unterstützung zu bedanken.

Lokalmatadoren gab es aber auch hinter den Kulissen. Wie jedes Jahr half die Saarländische Turnerjugend tatkräftig mit und unterstützte das DTB-Team im Backstage.

Auch wenn der Magier Mark Wesseley, der die Aufgabe hatte, das Publikum mit seiner Moderation durch die Show zu leiten, sich in der Show verlor und den angekündigten roten Faden nicht fand, die Nummern der Athleten trugen die Show bis zum Ende. Was die Sportler, Olympiasieger, Welt- und Europameister, Deutsche Meister und Athleten aus Nationalmannschaften, hier zeigten, war wieder aller erste Klasse.

Jeder Auftritt war ein Kunstwerk gespickt mit sportlichen Höchstleistungen und individuellen Showeinlagen. Gelungen war die Regie das Zusammenspiel von Lichteffekten und magischen Klängen, was den einzigartigen Zauber der Auftritte unterstrich. Magic war eine Show der Gegensätze. Die Auftritte der Athleten waren geprägt von dynamischen Bewegungen die auf langsame, fast schwerelose Showacts folgten.

Es gab viele Höhepunkte. Zum Beispiel die Nummer „Dragons“, bei der sechs Turner an den Ringen schwerelos entrückt in der Halle schwebten und das Publikum mit anmutig kraftvollen Übungen und absoluter Körperbeherrschung in ihren Bann zog. Oder die Barrenshow der „Sonnenkönige“, bei der das klassische Turngerät in eine gelungene Choreographie eingebunden wurde.

Atemberaubend war die Schleuderakrobatik der russischen Artistengruppe Narkevich. Beliebt sind immer wieder Trampolinauftritte, bei denen Spitzenathleten punktegenau im Takt der Musik springen. Unter dem Motto „Rock meets Klassik“ zeigten die Nationalathleten wieder atemberaubende Sprünge.

Fast schwerelos, der Realität entrückt schienen hingegen die fünf Weltmeister mit ihren Rhönrädern durch die Halle zu gleiten. „Das ist einfach unmöglich. So etwas habe ich ja noch nie gesehen“, so die Aussage einer Zuschauerin nach dem Auftritt des Power-Tumpbling-Teams aus Polen. Was die polnische Nationalmannschaft hier zeigte, war kaum zu überbieten. Fast unmöglich mitzuzählen, wie viele Salti und Flic Flac hier geschlagen wurden und das mit einem waghalsigen Tempo.

Aber auch die klassischen Gerätenummern lösten Begeisterungsstürme aus, als Mitglieder des Turn-Teams Deutschland WM-Atmosphäre in die Halle zauberten. Gefeiert wurden vor allem die Lokalmatadoren Eugen Spiridonov und Waldemar Eichorn.

Bezaubernd war der Auftritt „Magic Faces“ der Junioren-Nationalmannschaft der Rhythmischen Sportgymnastik. Anmutig bewegten sich die Gymnastinnen im Schwarzlicht mit fluorszierenden Stäben und Bändern durch die Halle.

Die Gymmotion 2007 war wieder ein voller Erfolg und hat einmal mehr gezeigt, dass das deutsche Turnen schon lange wieder auf dem internationalen Parkett salonfähig ist.